Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
(GB Psyche)

Psychische Gefährdungen sichtbar machen – bevor Krankenstand und Fluktuation steigen

Arbeitsschutz – Frühwarnsystem - Steuerungsinstrument

Richtig verstanden und professionell umgesetzt, ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ein Steuerungs- und Frühwarninstrument für Organisationen.

Durch die systematische Bewertung von Arbeitsbedingungen, Prozessen und Führungsstrukturen lassen sich organisationale Risiken systematisch analysieren und präventiv bearbeiten – statt erst zu reagieren, wenn Schäden bereits entstanden sind.

Evaluation von Arbeitsbedingungen

Evaluation von Arbeit-, Organisations- und Führungsprozessen

Was sind arbeitsbedingte psychische Belastungen?

Psychische Belastungen sind …

Faktoren am Arbeitsplatz, die sich negativ auf die geistigen Fähigkeiten, Arbeitsmotivation, Leistungsfähigkeit, Emotionen sowie das soziale Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirken.

Psychische Belastungen werden erfasst …

mittels schriftlicher Befragung Ihrer Mitarbeitenden.

Psychische Belastungen werden unterschieden …

nach berufsspezifischen und internen, strukturellen Belastungen.

Projektmanagement der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Dauer, Ablauf, Termine, Arbeitsschritte und Projektrollen

Die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist zeitlich und personell aufwendiger als die Beurteilung physikalischer Gefährdungen. Sie stellt keine Routineaufgabe dar, sondern ein eigenständiges Projekt, das eine strukturierte Planung und professionelle Steuerung erfordert.

Wie jedes Projekt besitzt auch die Gefährdungsbeurteilung einen klar definierten Anfang und ein festgelegtes Ende. Der Prozess umfasst sieben aufeinander aufbauende Phasen – von der Planung über die Identifikation und Beurteilung der psychischen Belastungen bis hin zur Wirksamkeitskontrolle der umgesetzten Maßnahmen.

Die Projektdauer beträgt – abhängig von Unternehmensgröße, Logistik und Organisationsstruktur – zwischen 12 und 18 Monaten. Der tatsächliche Arbeitsaufwand verteilt sich dabei auf mehrere Projektphasen und ist für die beteiligten Beschäftigten zeitlich überschaubar.

Entscheidend für den Projekterfolg sind eine frühzeitige Planung, klar definierte Verantwortlichkeiten, eine transparente Kommunikation gegenüber den Beschäftigten sowie die aktive Einbindung aller relevanten internen und externen Akteure.

Ein Projektplan mit verbindlichen Terminen, Zuständigkeiten und Arbeitsschritten schafft Transparenz und Orientierung für alle Beteiligten.

Für die Projektsteuerung nutze ich Methoden des agilen Projektmanagements. Regelmäßige Abstimmungen, kurze Feedbackschleifen und eine schrittweise Umsetzung ermöglichen es, flexibel auf betriebliche Veränderungen zu reagieren und den gesamten Prozess praxisnah, transparent und effizient zu gestalten. 

Methode zur Identifikation und Bewertung von psychischen Gefährdungen

Orientierungs- oder Skalierungsverfahren

Online-Fragebögen

Fragebögen in Papierfassung

Zur Identifikation psychischer Gefährdungen und deren Bewertung benutze ich wissenschaftlich fundierte Fragebögen.

Wissenschaftlich fundierte Fragebögen sind nach testtheoretischen Kriterien entwickelt und überprüft worden. Sie dienen dazu, psychische Gefährdungen objektiv, zuverlässig und gültig zu messen.

Der Unterschied zu „einfachen“ Fragebögen ist, dass sie nicht nur plausibel wirken, sondern ihre Qualität empirisch nachgewiesen wurde.

 

Je nach Branche, Unternehmensgröße und Ziel verwende ich beispielsweise:

Orientierungsverfahren und Skalierungsverfahren

Arten von Fragebögen

Beide Arten von Fragebögen dienen der Identifizierung psychischer Gefährdungen, unterscheiden sich jedoch in der Analysetiefe, der Zielsetzung und dem Grad der Aussagekraft. Welche Fragenbogenart passend ist, hängt von der Organisation, der Unternehmensgröße, den Berufsgruppen und dem gewünschten Detaillierungsgrad der Analyse ab.

Orientierungsverfahren

Ein grobes Einstiegsverfahren, das einen ersten Überblick über mögliche psychische Belastungen gibt.

z.B. Kurzbefragungen mit wenigen Fragen und einer dichotomen Antwortskala (trifft eher zu / trifft eher nicht zu)

Screeningverfahren

Screeningverfahren erheben Gefährdungen differenzierter, zeigen Belastungsschwerpunkte auf und ermöglichen eine Auswertung nach Berufsgruppen oder Arbeitsbereichen.

z.B. umfangreichere Fragebögen mit einer differenzierten Antwortscala und Branchenspezifika

Interne oder externe Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung?

Unternehmen können die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung grundsätzlich entweder mit internen Ressourcen durchführen oder einen externen Dienstleister beauftragen. Beide Vorgehensweisen sind gesetzlich zulässig und führen – bei fachgerechter Umsetzung – zu validen Ergebnissen.

Ob die Durchführung intern erfolgen sollte, hängt von den vorhandenen Kompetenzen im Unternehmen ab. Die verantwortlichen Personen sollten über fundierte Methodenkenntnisse verfügen und mit arbeitswissenschaftlichen Modellen psychischer Belastung vertraut sein. Ebenso wichtig sind Kenntnisse über die Stärken, Grenzen und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren.

Insbesondere wenn die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung erstmals durchgeführt wird, kann die Beratung durch externe Fachleute sinnvoll sein. Externe Experten bringen neben ihrer methodischen Erfahrung einen unabhängigen Blick auf die Arbeitsbedingungen mit.

Ziel: eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung

Erfolgreich bedeutet in dem Zusammenhang, dass sämtliche Gefährdungen innerhalb der einzelnen Tätigkeitsbereiche, Teams oder Abteilungen zuverlässig identifiziert werden. 

Methoden zur Ursachenanalyse und der Generierung von Lösungen

Ein Fragebogen zeigt wo Gefährdungen auftreten – die folgenden Methoden erklären, warum (Ursache), Zusammenhänge und was getan werden kann (Lösung). 
Diese Expertenverfahren sind tiefgehende Analyseverfahren, welche fachlich von Arbeits- und Organisationspsychologen:innen durchgeführt werden:

Mittels dieser Methoden entsteht eine Ursachen- und Lösungsliste für die Arbeitgeber, welche von den Mitarbeitenden aus der Praxis zusammengestellt wurde.

Branchen- und betriebsspezifisches Vorgehen

auch für Kleinst- und Kleinunternehmen

Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung orientiert sich an der Branche, der Größe und der Organisationsform Ihres Unternehmens, den Tätigkeitsfeldern sowie der Anzahl der Mitarbeitenden. Daher erfasse ich in einem ersten Schritt diese Daten und führe ein kostenfreies Beratungsgespräch durch. 

Auf dieser Grundlage stelle ich ein Verfahren zusammen, das zu Ihren Strukturen und Tätigkeiten passt.

Anschließend erhalten Sie eine unverbindliche Einschätzung zu Aufwand, Zeitrahmen und Kosten.

Referenzprojekte

Über die Jahre habe ich Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen in unterschiedlichen Branchen erfolgreich begleitet:

Möchten Sie die GB-Psyche als Arbeitsschutzinstrument durchführen oder erfahren, wie sie diese als Frühwarnsystem und Steuerungsinstrument in Ihrem Unternehmen einsetzen können? Ich berate Sie gerne.

Rufen Sie mich an unter 0151 670 430 22 oder senden mir eine E-Mail.

15.07.-15.08.2026 – kostenfreier Ersttermin

ab 16.08.2026 – Preis für Ersttermin 90 €

ab dem zweiten Termin – 135 € pro Stunde

Die arbeitsmedizinische Praxis bringt regelmäßig Fragestellungen mit sich, die neben medizinischem Fachwissen auch Kenntnisse aus Arbeits- und Organisationspsychologie, Kommunikation sowie betrieblichen Strukturen erfordern.

Die Supervision richtet sich an Arbeitsmediziner:innen – auch in Weiterbildung -, die arbeitspsychologische Fragestellungen strukturiert reflektieren und Handlungsoptionen entwickeln möchten.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne vorab zur Verfügung.