Durch die systematische Bewertung von Arbeitsbedingungen, Prozessen und Führungsstrukturen lassen sich organisationale Risiken systematisch analysieren und präventiv bearbeiten – statt erst zu reagieren, wenn Schäden bereits entstanden sind.
Evaluation von Arbeitsbedingungen
Faktoren am Arbeitsplatz, die sich negativ auf die geistigen Fähigkeiten, Arbeitsmotivation, Leistungsfähigkeit, Emotionen sowie das soziale Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirken.
mittels schriftlicher Befragung Ihrer Mitarbeitenden.
nach berufsspezifischen und internen, strukturellen Belastungen.
Die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist zeitlich und personell aufwendiger als die Beurteilung physikalischer Gefährdungen. Sie stellt keine Routineaufgabe dar, sondern ein eigenständiges Projekt, das eine strukturierte Planung und professionelle Steuerung erfordert.
Wie jedes Projekt besitzt auch die Gefährdungsbeurteilung einen klar definierten Anfang und ein festgelegtes Ende. Der Prozess umfasst sieben aufeinander aufbauende Phasen – von der Planung über die Identifikation und Beurteilung der psychischen Belastungen bis hin zur Wirksamkeitskontrolle der umgesetzten Maßnahmen.
Die Projektdauer beträgt – abhängig von Unternehmensgröße, Logistik und Organisationsstruktur – zwischen 12 und 18 Monaten. Der tatsächliche Arbeitsaufwand verteilt sich dabei auf mehrere Projektphasen und ist für die beteiligten Beschäftigten zeitlich überschaubar.
Entscheidend für den Projekterfolg sind eine frühzeitige Planung, klar definierte Verantwortlichkeiten, eine transparente Kommunikation gegenüber den Beschäftigten sowie die aktive Einbindung aller relevanten internen und externen Akteure.
Ein Projektplan mit verbindlichen Terminen, Zuständigkeiten und Arbeitsschritten schafft Transparenz und Orientierung für alle Beteiligten.
Für die Projektsteuerung nutze ich Methoden des agilen Projektmanagements. Regelmäßige Abstimmungen, kurze Feedbackschleifen und eine schrittweise Umsetzung ermöglichen es, flexibel auf betriebliche Veränderungen zu reagieren und den gesamten Prozess praxisnah, transparent und effizient zu gestalten.
Online-Fragebögen
Fragebögen in Papierfassung
Zur Identifikation psychischer Gefährdungen und deren Bewertung benutze ich wissenschaftlich fundierte Fragebögen.
Wissenschaftlich fundierte Fragebögen sind nach testtheoretischen Kriterien entwickelt und überprüft worden. Sie dienen dazu, psychische Gefährdungen objektiv, zuverlässig und gültig zu messen.
Der Unterschied zu „einfachen“ Fragebögen ist, dass sie nicht nur plausibel wirken, sondern ihre Qualität empirisch nachgewiesen wurde.
Je nach Branche, Unternehmensgröße und Ziel verwende ich beispielsweise:
z.B. Kurzbefragungen mit wenigen Fragen und einer dichotomen Antwortskala (trifft eher zu / trifft eher nicht zu)
Screeningverfahren erheben Gefährdungen differenzierter, zeigen Belastungsschwerpunkte auf und ermöglichen eine Auswertung nach Berufsgruppen oder Arbeitsbereichen.
z.B. umfangreichere Fragebögen mit einer differenzierten Antwortscala und Branchenspezifika
Unternehmen können die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung grundsätzlich entweder mit internen Ressourcen durchführen oder einen externen Dienstleister beauftragen. Beide Vorgehensweisen sind gesetzlich zulässig und führen – bei fachgerechter Umsetzung – zu validen Ergebnissen.
Ob die Durchführung intern erfolgen sollte, hängt von den vorhandenen Kompetenzen im Unternehmen ab. Die verantwortlichen Personen sollten über fundierte Methodenkenntnisse verfügen und mit arbeitswissenschaftlichen Modellen psychischer Belastung vertraut sein. Ebenso wichtig sind Kenntnisse über die Stärken, Grenzen und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren.
Insbesondere wenn die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung erstmals durchgeführt wird, kann die Beratung durch externe Fachleute sinnvoll sein. Externe Experten bringen neben ihrer methodischen Erfahrung einen unabhängigen Blick auf die Arbeitsbedingungen mit.
Ziel: eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung
Erfolgreich bedeutet in dem Zusammenhang, dass sämtliche Gefährdungen innerhalb der einzelnen Tätigkeitsbereiche, Teams oder Abteilungen zuverlässig identifiziert werden.
Ein Fragebogen zeigt wo Gefährdungen auftreten – die folgenden Methoden erklären, warum (Ursache), Zusammenhänge und was getan werden kann (Lösung).
Diese Expertenverfahren sind tiefgehende Analyseverfahren, welche fachlich von Arbeits- und Organisationspsychologen:innen durchgeführt werden:
Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung orientiert sich an der Branche, der Größe und der Organisationsform Ihres Unternehmens, den Tätigkeitsfeldern sowie der Anzahl der Mitarbeitenden. Daher erfasse ich in einem ersten Schritt diese Daten und führe ein kostenfreies Beratungsgespräch durch.
Auf dieser Grundlage stelle ich ein Verfahren zusammen, das zu Ihren Strukturen und Tätigkeiten passt.
Anschließend erhalten Sie eine unverbindliche Einschätzung zu Aufwand, Zeitrahmen und Kosten.

15.07.-15.08.2026 – kostenfreier Ersttermin

ab 16.08.2026 – Preis für Ersttermin 90 €

ab dem zweiten Termin – 135 € pro Stunde
Die arbeitsmedizinische Praxis bringt regelmäßig Fragestellungen mit sich, die neben medizinischem Fachwissen auch Kenntnisse aus Arbeits- und Organisationspsychologie, Kommunikation sowie betrieblichen Strukturen erfordern.
Die Supervision richtet sich an Arbeitsmediziner:innen – auch in Weiterbildung -, die arbeitspsychologische Fragestellungen strukturiert reflektieren und Handlungsoptionen entwickeln möchten.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne vorab zur Verfügung.