Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologin
Dipl.-Psych. Sabine Cürten

Arbeits- und betriebspsychologische Expertise für Mentalen Gesundheitsschutz im Unternehmen

Der Begriff „Mentaler Gesundheitsschutz“ bezeichnet ein ganzheitliches Konzept, das darauf ausgerichtet ist, die mentale Gesundheit sowie das mentale Wohlbefinden vor Schaden und negativen Beeinträchtigung durch die Arbeitsbedingungen zu schützen.

Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und mentaler Gesundheit

In der arbeitswissenschaftlichen Forschung ist seit Langem belegt, dass Arbeitsbedingungen mentale Prozesse und Fähigkeiten von Menschen beeinflussen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Arbeitsbedingungen wirken somit direkt auf Wahrnehmung, Konzentration, Informationsverarbeitung, Motivation sowie Denk- und Entscheidungsprozesse.
Negativ ausgeprägte Arbeitsbedingungen führen zu mentalen Beeinträchtigungen. Im ungünstigsten Fall resultieren daraus ernsthafte gesundheitliche Folgen wie Überlastungserkrankungen.
Im Umkehrschluss ergibt sich daraus eine zentrale Gestaltungsaufgabe für Organisationen: Durch eine ergonomische Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen bleibt die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden erhalten. 

Zentrale Akteure bei der Gestaltung von ergonomischen Arbeitsbedingungen

Eine Gestaltung von Arbeitsbedingungen erfordert das koordinierte Zusammenwirken mehrerer unternehmensinterner Akteure:

Die Unternehmensleitung trägt die Verantwortung für die übergeordneten Organisationsstrukturen und -prozesse. Sie definiert die Personalpolitik sowie die Führungskultur und legt die strategischen Unternehmensziele fest.  

Führungskräfte tragen eine unmittelbare Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und nehmen eine zentrale Rolle in der Gestaltung des Arbeitsalltags ein. Insbesondere obliegt ihnen die Steuerung von Aufgabenverteilung, Arbeitsorganisation sowie der Gestaltung und Optimierung von Arbeitsprozessen. Darüber hinaus sind sie verantwortlich für die Personalplanung, die Mitarbeiterführung sowie die systematische Personalentwicklung für ihr Teams, ihre Abteilung oder ihres Fachbereiches. 

Die Rolle der Personalabteilung wird durch die Unternehmensführung bestimmt. Für einen wirksamen und nachhaltigen Schutz der mentalen Gesundheit ist es jedoch entscheidend, dass die Personalabteilung als Strategischer Partner der Geschäftsleitung und Führungskräfte agiert.

Als Business Partner übernimmt die Personalabteilung eine aktive, strategische Rolle: Sie handelt proaktiv, kennzahlenbasiert und nachhaltig – über rein administrative Aufgaben hinaus.

Qualifizierte Business Partner setzen gezielt Personalinstrumente ein, um psychische Gefährdungen zu vermeiden, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Leistungsfähigkeit sowie Motivation der Mitarbeitenden langfristig zu sichern.

Beispiele: 

Ergonomische und damit gesunde Arbeitsbedingungen sind das Ergebnis funktionierender Organisationsstrukturen, hoher Führungsqualität und eines strategischen Personalmanagements

Mein Beitrag als Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologin

Ich unterstütze Personal- und Unternehmensleitungen sowie Führungskräfte dabei, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden nachhaltig erhalten bleiben und Risiken frühzeitig erkannt und minimiert werden.

Möchte Sie Ihren Mentalen Gesundheitsschutz auf das nächste Level heben oder ihn nicht dem Zufall überlassen? Ich berate Sie gerne!

Rufen Sie mich an unter 0151 670 430 22 oder senden mir eine E-Mail.

Ergonomische Arbeitsbedingungen – Gesundheit und Produktivität am Arbeitsplatz

Ergonomische Arbeitsbedingungen sind ein gesundheitsrelevanter Bestandteil der Arbeitsgestaltung.

Ziel ist es, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie optimal auf die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Menschen abgestimmt sind. Dazu gehören die passende Auswahl von Arbeitsmitteln, eine sinnvolle Strukturierung von Arbeitsaufgaben sowie eine sichere Arbeitsumgebung.

Eine durchdachte Ergonomie trägt nicht nur zur Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeitenden bei, sondern erhält auch die Motivation und steigert die Effizienz sowie die Leistungsfähigkeit. 

Mentale Ergonomie am Arbeitsplatz

Die mentale Ergonomie befasst sich mit der Anpassung von Arbeits- und Organisationsprozesse sowie Führungsstrukturen an die mentalen Grundfähigkeiten von Menschen. Im Einzelnen zählen dazu Fähigkeiten wie:

Diese Fähigkeiten werden durch ungünstige Arbeitsbedingungen negativ beeinflusst und führen im schlimmsten Falle zu psychischen Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder Belastungsstörungen.

mentale Ergonomie am Arbeitsplatz
Arbeits- und Organisationsprozesse sowie Führungsstrukturen

Ziele der mentalen Ergonomie

Das Hauptziel der mentalen Ergonomie ist es, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie den Menschen unterstützen, statt geistig oder emotional überfordern.

Dazu gehört:

Unternehmen, die auf ergonomische Arbeitsgestaltung setzen, profitieren von gesunden und leistungsfähigen Mitarbeitenden.

Physische Ergonomie am Arbeitsplatz

Die physische Ergonomie beschäftigt sich mit den Anpassungen von Arbeitsbedingungen und den physischen Arbeitsbedingungen an die körperliche Anatomie des Menschen. Ziel ist es, Verletzungen und Überanstrengung zu vermeiden.

Zur physischen Ergonomie zählen unter anderem: 

Besonders betroffen ist der Muskel-Skelett-Apparat, was häufig zu Muskelverspannungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führt.

Ziele der physischen Ergonomie

Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung verfolgt das Ziel körperliche Schäden und Fehlbelastungen zu verhindern, Ausfallzeiten minimieren und die Produktivität zu sichern.

physische Ergonomie am Arbeitsplatz
elektronisch höhenverstellbarer Schreibtisch, Sitzmöbel, Stehpulte

Schädigung des Gehörs (aurale Auswirkungen) und
Psychische Auswirkungen (extra-aurale Auswirkungen)

Arbeitsbedürfnisse und Soziales Wohlbefinden

Neben ergonomischen Arbeitsbedingungen spielt auch das soziale Wohlbefinden am Arbeitsplatz eine zentrale Rolle für mentale Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit. 

Die Berücksichtigung grundlegender menschlicher Arbeitsbedürfnisse – wie Wertschätzung, konstruktives Feedback, Mitbestimmung, unterstützende soziale Beziehungen und ein positives Betriebsklima – trägt maßgeblich zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei.

Arbeitsbedürfnisse und Wohlbefinden
angenehme Soziale Beziehungen, positives Betriebsklima, Mitbestimmung

Angebote der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie

Analyse + Bewertung + Gestaltung