Mentale Vorsorgen im Arbeitskontext

Mentale Vorsorgen zur Früherkennung arbeitsbedingter Belastungsreaktionen

Regelmäßige Vorsorge oder Check-ups beim Arzt/Ärztin dienen der Früherkennung von Krankheiten (z.B. Herz-Kreislauf, Diabetes, Krebs, Zahnprophylaxe) und der Risikominimierung. Erkrankungen können besser behandelt werden, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Zudem können viele Erkrankungen oft auch verhindert werden, wenn vor ihrem Auftreten die dafür relevanten Risikofaktoren erfasst und behandelt werden.

Nach diesem Prinzip agiert auch die Arbeitsmedizin mit den Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorgen sowie dem Beratungsansatz. Ziel ist es, körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz zu schützen, mögliche arbeitsbedingte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und Berufskrankheiten zu vermeiden. 

Was für den Körper gilt, gilt auch für die Psyche.

Eine mentale Vorsorgeuntersuchung dient der Früherkennung arbeitsbedingter psychischer Belastungen und Erkrankungen, um frühzeitig gegenzusteuern. Sie umfasst Gespräche zur Anamnese, Selbsttests oder spezialisierte Screenings und Belastungsanalysen, um arbeitsbedingte Belastungen oder frühe Anzeichen von Störungen zu identifizieren.

Je früher erste Anzeichen identifiziert und richtig eingeordnet werden, desto kürzer sind die Ausfallzeiten. Gerade in der Anfangsphase besteht die beste Chance, wirksam zu intervenieren. Eine gezielte Investition in systematischer Früherkennung zahlt sich daher langfristig aus – für die Gesundheit der Mitarbeitenden und die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen. 

Kernpunkte der Mentalen Vorsorge:

Ziel: Frühzeitiges Erkennen von Anzeichen für arbeitsbedingten psychische Belastungsreaktionen und -störungen (z. B. Depressionen, Burnout, Erschöpfungszuständen) und Senkung des Risikos.

Inhalte: Arbeitsplatz- und Belastungsanalyse, Erschöpfungs-Screenings, Anamnesebögen und tiefergehendes Interview

Ablauf: zweistufig – zunächst das Ausfüllen und die Auswertung standardisierter Fragebögen (es werden Daten zum Arbeitsplatz, zum Erschöpfungsgrad und zur Burnout-Neigung erhoben) und anschließend ein tiefergehendes Gespräch über die Ergebnisse. 

Ergebnis:  Kurzbericht zur schriftlichen Darstellung der Ergebnisse und arbeitspsychologische Empfehlungen

Zielgruppe: Personen, die sich fragen, ob sie einen Burnout haben oder die sich in einer arbeitsbedingten Überlastungssituation befinden

Anlässe:

Vorsorge ist besser als Nachsorge!

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