Mentaler Gesundheitsschutz

Prävention – Früherkennung – Rückfallprophylaxe

Prävention, Früherkennung und Rückfallprophylaxe

zum Schutz der Mentalen Gesundheit von Mitarbeitenden

Arbeitsbedingungen verursachen nachweislich psychische Reaktionen oder Erkrankungen, wenn sie gesundheitsschädlich gestaltet sind – unabhängig von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen. Aus diesem Grund wurde die Prävention psychischer Erkrankungen 2013 ausdrücklich in den gesetzlichen Arbeitsschutz aufgenommen.

Daraus ergibt sich ein arbeitspsychologisches Konzept zur Prävention, Früherkennung sowie Rückfallprophylaxe von arbeitsbedingten Überlastungsreaktionen und Erkrankungen:

Prävention von Mentalen Überlastungsreaktionen

Ziel:

Risikofaktoren für mentale Beeinträchtigungen identifizieren, vermeiden, größtmöglich minimieren oder kompensieren.

Bausteine der Prävention:

Arbeitsorganisation und Arbeitsprozess nach arbeitswissenschaftlichen Grundsätzen gestalten: z.B.

  • Rollenklarheit sichern durch verbindliche Zuweisung von Aufgaben, Verantwortung und Entscheidungskompetenzen
  • Arbeitsvolumen und Wochenarbeitsstunden in Balance halten
  • Qualitative Überforderung vermeiden mittels kompetenzbasierter Personalauswahl und systematischer Personalentwicklung
  • Führungsloch vermeiden: Führungsqualität und Führungskompetenzen aufbauen, bewerten und optimieren

Regelmäßige Evaluation der Arbeitsorganisation, -prozesse und Umgebungsbedingungen

  • Methode: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (ArbSchG, §5)
  • Total-Quality-Management: Arbeitsorganisation, Arbeitsprozesse sowie Organisationsstrukturen anpassen.

Berufsbedingte psychische Gesundheitsrisiken größtmöglich minimieren oder kompensieren

  • regelmäßige Supervision für Emotionsarbeitende
  • Schichtdienstmodelle
  • Pausenstruktur im Kundenservice und Polizei

Strategisches Personalmanagement

  • „Person-Job-Passung“ sicherstellen durch kompetenzbasierte Personalauswahl
  • Systematisches Onboarding und Einarbeitungsprogramme
  • Schließen von individuellen Kompetenzlücken durch systematische Personalentwicklung
  • Führung als Aufgabe verstehen, die Zeit im Arbeitsalltag und personale sowie fachliche Kompetenzen erfordert (Führungskräfteauswahl und -entwicklung)

Früherkennung von Mentalen Überlastungsreaktionen

Ziel:

Frühzeitiges Erkennen von Symptomen arbeitsbedingter psychischer Überlastung und Belastungsstörungen, lange bevor Arbeitsunfähigkeit entsteht.

Die Entstehung von Überlastungsreaktionen sind arbeitswissenschaftlich gut untersucht. Daher lassen sich innere und äußere Reaktionen sowie deren Intensität entlang der Zeitschiene des Burnout-Kreislaufes und der Erschöpfungskurve vorhersagen und identifizieren.

Die körperlichen und kognitiven Reaktionen fallen als erstes den Betroffenen selbst auf, lange bevor sich das Arbeits- und Sozialverhalten am Arbeitsplatz negativ verändert und vom Umfeld bemerkt wird.

Früherkennung, welche erst ansetzt, wenn das Arbeitsumfeld Verhaltensänderungen bemerkt, ist eine späte Früherkennung. Daher sind die nachfolgenden Bausteine der Früherkennung ein ganzheitliches Frühwarnsystem.

Bausteine der Früherkennung:

Zielgruppe: Betroffene Personen bemerken körperliche oder kognitive Symptome, können diese jedoch meist inhaltlich nicht einsortieren oder wissen nicht, was sie tun könnten.

  • Informationen für Mitarbeitenden zur inhaltlichen Einsortierung von Belastungsreaktionen
  • Anonyme arbeitspsychologische Beratung für Führungskräfte und Mitarbeitenden
  • Burnout-Selbsttest mit anschließender anonymer arbeitspsychologischer Beratung

Zielgruppe: Betroffene Personen fallen mit verändertem Arbeitsverhalten der jeweiligen Führungskraft auf.

  • Mentale Arbeitsplatz- und Belastungsanalyse mit Maßnahmenempfehlungen für Arbeitgeber und Mitarbeitende

Zielgruppe: Betroffene Personen, die mit einer Belastungsstörung krankgeschrieben sind und nach 2-4 Wochen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren.

  • Krankenrückkehrgespräch mit der Führungskraft nach einer Arbeitsunfähigkeit von >14 Tage (bis 35 Tage)

Zielgruppe: Tätigkeitsgruppen mit berufsbedingt hoher emotionaler Anforderung (z.B. Erzieher:innen, Lehrkräfte, Führungskräfte, Krankenpflegepersonal, Jobcenter-Mitarbeitende, Kundenservice)

  • Informationen für Mitarbeitenden zur inhaltlichen Einsortierung von Belastungsreaktionen
  • anonyme Arbeitspsychologische Beratung für Führungskräfte und Mitarbeitenden
  • Burnout-Selbsttest mit anschließender anonymer arbeitspsychologischer Beratung
  • Zusätzlich: Jährliche Mentale Vorsorgeuntersuchungen

Rückfallprophylaxe nach psychischer Belastungsstörung

Ziel:

Verhinderung einer erneuten Erkrankung oder einer Verschlimmerung

Bausteine der Rückfallprophylaxe:

BEM-Verfahren bei psychischen Erkrankungen

Return-to-Work Coaching für BEM-Berechtigte

Arbeitsplatzanalysen zur Identifikation von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

Anpassungen von Arbeitsplatz, Arbeitsmittel oder Arbeitszeit sowie Kompetenzen

Anonyme arbeitspsychologische Beratung

Psychoedukation

Prävention von Mentalen Überlastungsreaktionen

Ziel:

Risikofaktoren für mentale Beeinträchtigungen identifizieren, vermeiden, größtmöglich minimieren oder kompensieren.

Bausteine der Prävention:

Arbeitsorganisation und Arbeitsprozess nach arbeitswissenschaftlichen Grundsätzen gestalten: z.B.

  • Rollenklarheit sichern durch verbindliche Zuweisung von Aufgaben, Verantwortung und Entscheidungskompetenzen
  • Arbeitsvolumen und Wochenarbeitsstunden in Balance halten
  • Qualitative Überforderung vermeiden mittels kompetenzbasierter Personalauswahl und systematischer Personalentwicklung
  • Führungsloch vermeiden: Führungsqualität und Führungskompetenzen aufbauen, bewerten und optimieren

Regelmäßige Evaluation der Arbeitsorganisation, -prozesse und Umgebungsbedingungen

  • Methode: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (ArbSchG, §5)
  • Total-Quality-Management: Arbeitsorganisation, Arbeitsprozesse sowie Organisationsstrukturen anpassen.

Berufsbedingte psychische Gesundheitsrisiken größtmöglich minimieren oder kompensieren

  • regelmäßige Supervision für Emotionsarbeitende
  • Schichtdienstmodelle
  • Pausenstruktur im Kundenservice und Polizei

Strategisches Personalmanagement

  • „Person-Job-Passung“ sicherstellen durch kompetenzbasierte Personalauswahl
  • Systematisches Onboarding und Einarbeitungsprogramme
  • Schließen von individuellen Kompetenzlücken durch systematische Personalentwicklung
  • Führung als Aufgabe verstehen, die Zeit im Arbeitsalltag und personale sowie fachliche Kompetenzen erfordert (Führungskräfteauswahl und -entwicklung)

Früherkennung von Mentalen Überlastungsreaktionen

Ziel:

Frühzeitiges Erkennen von Symptomen arbeitsbedingter psychischer Überlastung und Belastungsstörungen, lange bevor Arbeitsunfähigkeit entsteht.

Die Entstehung von Überlastungsreaktionen sind arbeitswissenschaftlich gut untersucht. Daher lassen sich innere und äußere Reaktionen sowie deren Intensität entlang der Zeitschiene des Burnout-Kreislaufes und der Erschöpfungskurve vorhersagen und identifizieren.

Die körperlichen und kognitiven Reaktionen fallen als erstes den Betroffenen selbst auf, lange bevor sich das Arbeits- und Sozialverhalten am Arbeitsplatz negativ verändert und vom Umfeld bemerkt wird.

Früherkennung, welche erst ansetzt, wenn das Arbeitsumfeld Verhaltensänderungen bemerkt, ist eine späte Früherkennung. Daher sind die nachfolgenden Bausteine der Früherkennung ein ganzheitliches Frühwarnsystem.

Bausteine der Früherkennung:

Zielgruppe: Betroffene Personen bemerken körperliche oder kognitive Symptome, können diese jedoch meist inhaltlich nicht einsortieren oder wissen nicht, was sie tun könnten.

  • Informationen für Mitarbeitenden zur inhaltlichen Einsortierung von Belastungsreaktionen
  • Anonyme arbeitspsychologische Beratung für Führungskräfte und Mitarbeitenden
  • Burnout-Selbsttest mit anschließender anonymer arbeitspsychologischer Beratung

Zielgruppe: Betroffene Personen fallen mit verändertem Arbeitsverhalten der jeweiligen Führungskraft auf.

  • Mentale Arbeitsplatz- und Belastungsanalyse mit Maßnahmenempfehlungen für Arbeitgeber und Mitarbeitende

Zielgruppe: Betroffene Personen, die mit einer Belastungsstörung krankgeschrieben sind und nach 2-4 Wochen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren.

  • Krankenrückkehrgespräch mit der Führungskraft nach einer Arbeitsunfähigkeit von >14 Tage (bis 35 Tage)

Zielgruppe: Tätigkeitsgruppen mit berufsbedingt hoher emotionaler Anforderung (z.B. Erzieher:innen, Lehrkräfte, Führungskräfte, Krankenpflegepersonal, Jobcenter-Mitarbeitende, Kundenservice)

  • Informationen für Mitarbeitenden zur inhaltlichen Einsortierung von Belastungsreaktionen
  • anonyme Arbeitspsychologische Beratung für Führungskräfte und Mitarbeitenden
  • Burnout-Selbsttest mit anschließender anonymer arbeitspsychologischer Beratung
  • Zusätzlich: Jährliche Mentale Vorsorgeuntersuchungen

Rückfallprophylaxe nach psychischer Belastungsstörung

Ziel:

Verhinderung einer erneuten Erkrankung oder einer Verschlimmerung

Bausteine der Rückfallprophylaxe:

BEM-Verfahren bei psychischen Erkrankungen

Return-to-Work Coaching für BEM-Berechtigte

Arbeitsplatzanalysen zur Identifikation von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

Anpassungen von Arbeitsplatz, Arbeitsmittel oder Arbeitszeit sowie Kompetenzen

Anonyme arbeitspsychologische Beratung

Psychoedukation

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