Arbeitspsychologische Beratung

Arbeitspsychologische Beratung

Gesundheitsprävention für beide Seiten – Unternehmen und Mitarbeitende

Arbeitspsychologische Beratung als Instrument dient der Prävention und Früherkennung von psychischen Auswirkungen von Arbeitsbedingungen sowie psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz.

Sie verbindet somit zwei Ziele:

Häufig werden psychische Gefährdungen am Arbeitsplatz oder Auswirkungen erkannt, es ist jedoch unklar, wie sie einzuordnen sind und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Die arbeitspsychologische Fachberatung richtet sich daher an Mitarbeitende und Führungskräfte,

die psychischen Gefährdungen durch Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen oder Arbeitsprozesse erkennen (Prävention)

die bei sich körperliche oder mentale Auswirkungen von Arbeit feststellen, diese jedoch nicht eindeutig einordnen können (Früherkennung)

Arbeitspsychologische Beratung liefert über die individuelle Beratung hinaus wertvolle Hinweise auf strukturelle Bedingungen im Unternehmen.

Eine Teilnahmequote von mehr als 5% ist ein Indikator – ähnlich der Krankenquote – für strukturelle Themen im Unternehmen.

Der entscheidende Vorteil: Die Daten weisen früher als klassische Gesundheitskennzahlen auf Handlungsbedarf hin. Gleichzeitig ermöglicht eine qualitative Auswertung der Beratungsanlässe, strukturelle Themen und Belastungsschwerpunkte zu erkennen. 

So entsteht ein zweistufiges Frühwarnsystem für Unternehmen:

Stufe 1: Datenerhebung

Wie hoch ist die Teilnahmequote?
Wie viele Termine pro Teilnehmende werden in Anspruch genommen?
Welche Themen und Arbeitsfaktoren werden in den Beratungen sichtbar?

Stufe 2: Strukturelle Analyse

Die erkannten Themen können anschließend gezielt überprüft werden mit einer psychischen Gefährdungsbeurteilung.

Damit wird arbeitspsychologische Beratung nicht nur zu einem Beratungsangebot für einzelne Mitarbeitende und Führungskräfte, sondern zu einem präventiven Instrument der strategischen Organisationsentwicklung. 

Arbeitspsychologische Beratung: Fachberatung und Frühwarnsystem

Was beinhaltet eine arbeitspsychologische Fachberatung für Mitarbeitende und Führungskräfte?

Die arbeitspsychologische Beratung unterscheidet sich von der psychologischen Beratung* durch ihren Kontext, ihre Zielsetzung und den organisationalen Rahmen.
Symbolbild (KI-generiert)
* Eine psychologische Beratung bearbeitet Lebensereignisse (z.B. Trennung, Todesfall, Elternschaft) sowie personale Merkmale (z.B. Perfektionismus, Konfliktscheue, Angst, Stresserleben), die subjektiv als belastend erlebt werden.

Arbeitspsychologische Beratung als Verhaltensprävention (individuelle Ebene)

Die arbeitspsychologische Beratung zielt darauf ab, Mitarbeitende methodisch zu befähigen, strukturelle Defizite systematisch zu erkennen, fundiert zu analysieren und lösungsorientiert zu adressieren.

Ziele und Inhalte der Verhaltensprävention:

Fachliche Überforderung ist ein massiver Stressor. Die Basisprävention lautet: Das Handwerkszeug beherrschen. Und wenn die Passung dauerhaft nicht gegeben ist, ist ein Jobwechsel (oder eine Trennung) eine hochgradig gesundheitsschützende Maßnahme!

„Können Mitarbeitende spüren und analytisch trennen: „Habe ich mich heute nur schlecht organisiert oder ist das absolute Arbeitsvolumen strukturell überhaupt nicht schaffbar?“

Es geht nicht darum, Stress „wegzuatmen“, sondern Arbeitsvolumen analytisch zu strukturieren. Problemlösungsfähigkeit, Zielorientierung und Arbeitsorganisation schaffen Selbstwirksamkeit – unser stärkster Puffer gegen Erschöpfung.
Wenn das Arbeitsvolumen dauerhaft zu hoch ist, nützt kein Zeitmanagement-Seminar. Prävention bedeutet hier: Missstände nach oben spiegeln, Grenzen ziehen oder – als Ultima Ratio – ein unpassendes System verlassen.

Das Ergebnis erfolgreicher Verhaltensprävention sind methodisch starke Mitarbeitende.

Arbeitspsychologische Beratung als Früherkennung von arbeitsbedingten psychischen Reaktionen (individuelle Ebene)

Psychischen Auswirkungen von Arbeitsfaktoren werden früh erkannt. Je früher erste Anzeichen identifiziert und richtig eingeordnet werden, desto kürzer sind die Ausfallzeiten. Gerade in der Anfangsphase besteht die beste Chance, wirksam zu intervenieren.

Arbeitspsychologische Beratung – ein Angebot für verschiedene Arbeitssituationen

Arbeitspsychologische Beratung als Verhältnisprävention (strukturelle Ebene)

Psychische Gefährdungen am Arbeitsplatz werden von Mitarbeitenden und Führungskräfte erkannt und benannt, jedoch fehlt es an Fachwissen und Methoden zur Einordnung und Beseitigung.

Arbeitspsychologische Beratung – ein Angebot für verschiedene Arbeitssituationen

Organisation und Ablauf der arbeitspsychologischen Beratung:

Termine:

Maximal 3 Online-Termine (90 min.) pro Mitarbeitende und Jahr

Anonymität:

Die Unternehmensleitung wird nicht informiert über Namen der Teilnehmenden sowie konkrete Inhalte der Beratung.

Controlling:

  • Die maximale Anzahl der Beratungen pro Teilnehmenden und Jahr werden von A&O Psychologie gesichert.
  • Halbjährliche/jährliche Teilnehmerquote
  • Anzahl der genutzten Termine pro Person/pro Jahr
  • inhaltliche Themen-Cluster, sofern die Anonymität gesichert ist.
  • Ab 5% Teilnahmequote weist die Quote auf strukturelle Themen im Unternehmen.

Abrechnung:

nur bei Inanspruchnahme, ansonsten fallen keine Kosten an

Häufige Fragen zur arbeitspsychologischen Beratung

Psychologische Beratung

Eine psychologische Beratung bearbeitet Lebensereignisse (z.B. Trennung, Todesfall, Elternschaft) sowie personale Merkmale (z.B. Perfektionismus, Konfliktscheue, Stresserleben), die subjektiv als belastend von der Person erlebt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei die Person selbst: ihre Wahrnehmung, ihr Denken, ihre Gefühle und ihr Umgang mit der jeweiligen Situation. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und individuelle Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Sich durch Lebensereignisse belastet fühlen ist keine Psychische Erkrankung und auch nicht jede Person fühlt sich belastet oder möchte professionelle Beratung nutzen.

Arbeitspsychologische Beratung

Eine andere Situation besteht, wenn die Arbeitsbedingungen psychische Reaktionen bei Personen verursachen oder die Personen wissen bereits um diese Gefährdungen – Beispiele sind, permanente Unterbrechungen, unklare Rollen, mangelnde Handlungsspielräume, Konflikte oder fehlende Führung,

Wenn die Ursache in den Arbeitsbedingungen liegt, ist arbeitspsychologische Beratung ein geeignetes Format. Der Fokus liegt hier auf der Identifikation und Beurteilung von psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz sowie deren Beseitigung oder Reduktion.

Psychotherapie

Die Psychotherapie hingegen ist eine kassenärztlich anerkannte Methode zur Behandlung von psychischen Störungen. Es gibt unterschiedliche Formen der Methode (z.B. Verhaltens- oder Systemtherapie) und es setzt voraus, dass eine Erkrankung (z.B. Depression, Belastungsstörung, Phobien, Angst- und Zwangsstörungen) von FÄ für Psychiatrie oder psychologischen Psychotherapeuten diagnostiziert wurde.

Auch in der Psychotherapie steht die Person selbst im Mittelpunkt: ihre Wahrnehmung, ihr Denken, ihre Gefühle und ihre Erfahrungen in der Gegenwart und in der Vergangenheit. 

Um psychische Gefährdungen am jeweiligen Arbeitsplatz zu identifizieren, nutze ich eine Gefährdungsbeurteilung in Form eines Fragebogens. Im ersten Termin gehe ich den Ursachen mithilfe systematischer Fragen auf den Grund. Häufig wissen die Personen bereits sehr genau, worin die Ursachen liegen. Falls nicht, erhalten sie sogenannte „Hausaufgaben“ – beispielsweise Aufgaben, gezielte Nachfragen oder das Ausprobieren bestimmter Verhaltensweisen. Dadurch sammeln sie weitere Informationen, die bei der Ursachenanalyse helfen. 

Kurze Antwort: Ja.

Am Anfang der Seite finden Sie einen Informationsflyer mit den Konditionen für Privatpersonen.

Für ein unverbindliches Infogespräch stehe ich gerne zur Verfügung. 

Die arbeitspsychologische Beratung für Mitarbeitende und Führungskräfte erfolgt anonym. Das Unternehmen erhält keinerlei personenbezogene Informationen – weder Namen noch konkrete Beratungsthemen, die Anzahl der Beratungstermine oder Angaben zur Position bzw. Abteilung der ratsuchenden Personen.

In regelmäßigen Abständen erhält das Unternehmen anonymisierte statistische Auswertungen zur jährlichen Anzahl der Beratungen sowie eine Übersicht über übergeordnete Themen.

Das Beratungsangebot erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Es dient der individuellen Gesundheitsprävention und gleichzeitig liefern die anonymisierten Auswertungen Hinweise auf strukturelle Faktoren im Unternehmen. 

Beratung zur arbeitspsychologischen Beratung als Präventions- und Frühwarnsystem

Rufen Sie mich an unter 0151 670 430 22 oder senden Sie mir eine E-Mail.